Zwei hochrangige Gäste, ein exklusiver Rahmen und ein Wochenende, das Führung, Sprache und deutsch-polnische Zusammenarbeit miteinander verbindet: Das Kompetenz- und Koordinationszentrum Polnisch (KoKoPol) und die Geschäftsstelle der Polonia / Biuro Polonii in Deutschland laden am 13. und 14. Juni 2026 herzlich zu einem deutsch-polnischen Wochenende in das Gustav-Stresemann-Institut in Bonn ein.

Unter dem Leitgedanken „Zwei Tage, zwei Formate, ein Thema“ widmet sich die Veranstaltung dem 35. Jubiläum des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrags. Vor 35 Jahren wurde ein Vertrag unterzeichnet, der die Beziehungen zwischen Deutschland und Polen grundlegend verändert hat. Heute stellt sich die Frage, was wir aus dieser Erfahrung für die Zukunft lernen können: Welche Formen von Führung braucht es in schwierigen Zeiten? Wie kann Zusammenarbeit über Grenzen hinweg gelingen? Und welche Rolle spielt die polnische Sprache in Deutschland – heute und morgen?

Den Auftakt bildet am Samstag, 13. Juni, von 15:00 bis 20:00 Uhr eine besondere Masterclass unter dem Titel „Führung in schwierigen Zeiten – Lektionen aus 35 Jahren Zusammenarbeit“. Im Mittelpunkt steht der direkte Austausch mit zwei Persönlichkeiten, die die europäische und deutsch-polnische Geschichte aus nächster Nähe mitgestaltet haben: Jan Krzysztof Bielecki, ehemaliger Ministerpräsident Polens, und Hans-Gert Pöttering, ehemaliger Präsident des Europäischen Parlaments. In einem bewusst exklusiven Rahmen mit rund 80 Teilnehmenden bietet die Masterclass die Gelegenheit, nicht nur zuzuhören, sondern Fragen zu stellen, Erfahrungen zu teilen und gemeinsam darüber nachzudenken, was politische Verantwortung, Dialogfähigkeit und Führung heute bedeuten. Moderiert wird die Veranstaltung von Dr. Adrianna Tomczak und Patrycja Talar. Das Format ist als Dialog angelegt, nicht als klassischer Vortrag, und findet zweisprachig auf Polnisch und Deutsch statt.

Am Sonntag, 14. Juni, folgt von 10:00 bis 15:30 Uhr die Polonia-Konferenz unter dem Titel „Die polnische Sprache in Deutschland – von der Herkunftssprache zur Fremdsprache für alle?“. Im Zentrum steht die Frage, ob Polnisch in Deutschland künftig stärker als Sprache für alle sichtbar werden kann – vergleichbar mit Französisch, Spanisch oder Italienisch. Welche politischen, strukturellen und gesellschaftlichen Voraussetzungen braucht es dafür? Wie kann Polnisch als Herkunftssprache gestärkt und zugleich als Fremdsprache breiter verankert werden? Nach einer Keynote von Dr. Ania Mróz von KoKoPol folgen eine Plenardiskussion, eine Fishbowl-Runde sowie das Zukunftslabor „Polnisch 2035“ mit praxisnahen Workshops. Ziel ist es, konkrete Perspektiven für die Weiterentwicklung der polnischen Sprache in Deutschland zu erarbeiten.

Die Einladung richtet sich an polnische Organisationen in Deutschland, Polnischlehrkräfte, Akteurinnen und Akteure aus Bildung, Wissenschaft, Kultur und deutsch-polnischer Zusammenarbeit sowie an engagierte junge Führungskräfte der Polonia. Die Teilnahme ist kostenfrei; auch die Übernachtung vom 13. auf den 14. Juni wird kostenfrei angeboten. Eine Teilnahme an einzelnen Tagen ist möglich, empfohlen wird jedoch das gesamte Wochenende.

Die Anmeldung ist bis zum 31. Mai 2026 möglich.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!