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Tagung zur sprachlichen Kommunikation in deutsch-polnischen Städtepartnerschaften

Das Thema der Kommunalpartnerschaften zwischen Deutschland und Polen ist unlängst wieder stärker in das Bewusstsein von Politikern, Wissenschaftlern und Vertretern der Zivilgesellschaft gerückt. Ein wesentlicher Impulsgeber war dabei die Studie des Deutschen Polen-Instituts „Suchen, was uns verbindet. Entwicklung, Chancen und Herausforderungen Deutsch-Polnischer Städtepartnerschaften“ vom Herbst 2020. Hierbei wurden die wesentlichen Faktoren für das Gelingen von Städtepartnerschaften und damit einer „kommunalen Außenpolitik“ aufgezeigt. Gleichzeitig wurden die aktuelle Relevanz und die Zukunftsfähigkeit dieser Verschwisterungen bestätigt.

Noch näher zu beleuchten beim Austausch zwischen Partnerstädten aus Deutschland und Polen ist die sprachliche Kommunikation zwischen den Akteuren beider Länder. Waren bisher viele Polen des Deutschen mächtig, und leider nur wenige Deutsche des Polnischen, so sieht man heute eine Tendenz zum Englischen, das die Jüngeren meist einigermaßen beherrschen. Allerdings verlieren die Partnerschaften mit diesem „Globalesisch“ einen wesentlichen Teil dessen, was sie ausmacht: die eigene Kultur und Sprache.

Die Fachtagung stellt daher die Frage, ob und wie bei den weit mehr als 500 bestehenden Kommunalpartnerschaften die Kommunikation in der jeweiligen Muttersprache zum vertieften Kennenlernen der Partner beiträgt oder zum Erlernen der Partnersprache anregt. Ob nicht bereits eine rudimentäre Kenntnis der Nachbarsprache einen Gewinn an Erkenntnis und darüber hinaus Nähe ermöglicht. Ob nicht ein abgestuftes Modell der Verständigung funktionieren könnte, bei dem jeder Partner über ausreichend passive Kenntnisse der Partnersprache verfügt, um sie zu verstehen, sich selbst jedoch in der eigenen Sprache ausdrücken kann, das man als „rezeptive Zweisprachigkeit“ bezeichnen könnte.

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