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Der Abbau von Sprachbarrieren ist ein wichtiger Baustein für eine voranschreitende wirtschaftliche und interkulturelle Entwicklung der zumeist ländlich geprägten und strukturschwachen deutsch-polnischen Grenzregionen. Zugleich ist die sprachliche Augenhöhe ein wichtiger Schritt hin zu gegenseitigem Respekt und insoweit auch ein Beitrag zur europäischen Integration. Während die Regionalentwicklung der Grenzräume sowie auch die Nachbarsprachpolitik föderalistisch bedingt aus drei unterschiedlichen Bundesländern mit ihren jeweils verschiedenen Ansätzen gesteuert wird, ist sie auch Gegenstand der Beratungen bilateraler deutsch-polnischer Gremien.

Um die Länder in ihren Bestrebungen bei der Vernetzung des Polnisch-Angebots zu unterstützen, verfolgt die Konferenz das Ziel, Akteure aus der Nachbarsprachbildung der einzelnen Bundesländer und ihre Erfahrungen zusammenzuführen, Modelle guter Praxis vorzustellen und den Austausch anzuregen.

Als Konferenzertrag wird eine Synopse aus bestehenden Empfehlungen, Strategien und Positionspapieren zum Thema Nachbarsprache Polnisch angestrebt, um das bisher Erreichte gemeinsam mit den Verantwortlichen aus Forschung, Verwaltung und Bildungspraxis in den drei Grenzbundesländern zusammenzufassen und so eine Grundlage für weitere Arbeit zu schaffen.

Dabei wird die Abbildung eines durchgängigen Spektrums der Nachbarsprachbildung mit der frühkindlichen Bildung beginnend, über die Schulen bis zur Erwachsenen- und berufsbegleitenden Bildung angestrebt.

Programm

1. Konferenztag Mi, 22.06.2022, Strukturen der einzelnen Grenzbundesländer

10.45 – 12.00 Uhr
Begrüßungsworte Gunnar Hille (KoKoPol)
Impulsvortrag Polnisch in den Grenzbundesländern – Ansätze und Strategien der letzten Jahre (Prof. Alexander Wöll, Universität Potsdam)
Vorstellung der KMK-Berichte „Zur Situation des Polnisch-Unterrichts in der Bundesrepublik Deutschland“ (Dr. Anna Mróz, KoKoPol)

12.00 – 12.45 Uhr Mittagspause

12.45 – 14.15 Uhr Mecklenburg-Vorpommern, Moderation: Dr. Anna Mróz
Verwaltung: Aufgaben und Ziele des Ausschusses für Bildungszusammenarbeit der Deutsch-Polnischen Regierungskommission für regionale und grenznahe Zusammenarbeit und Polnischunterricht in Mecklenburg-Vorpommern (Patrick Alfred Bias, Bildungsministerium Mecklenburg-Vorpommern)
Wissenschaft: Neue Entwicklungen im Bereich Spracherwerb Polnisch in Vorpommern (Prof. Dr. Andreas Ohme, Institut für Slawistik, Universität Greifswald und Zuzanna Papierz, Internationalisierung des Lehramts, Rektorat Universität Greifswald)
Beispiele guter Praxis: Franziska Jende, Schulleiterin Deutsch-Polnisches Gymnasium Löcknitz (Online-Zuschaltung)

14.15 – 14.30 Uhr Kaffeepause

14.30 – 16.00 Uhr Sachsen, Moderation: Gunnar Hille
Verwaltung: Polnisch-Unterricht in Sachsen (Ralf Auris, Landesamt für Schule und Bildung)
Wissenschaft: Image und Status der Nachbarsprachen im polnisch-sächsischen Grenzgebiet (Prof. Stefan Garsztecki, TU Chemnitz)
Beispiele guter Praxis: Interkulturelle Bildung und Erziehung in der sächsisch-niederschlesischen Grenzregion am Beispiel des bilingualen-binationalen deutsch-polnischen Bildungsganges am Augustum-Annen-Gymnasium Görlitz (Dr. Agnieszka Korman, Koordinatorin des dt.-pl. Bildungsganges des Augustum-Annen-Gymnasiums Görlitz)

16.00-16.15 Uhr Kaffeepause

16.15 – 17.45 Uhr Brandenburg, Moderation: Dr. Magdalena Telus
Verwaltung: Vorstellung der Maßnahmen zur Förderung des Erwerbs zur Nachbarsprache Polnisch im Rahmen der Erarbeitung des Mehrsprachigkeitskonzepts für das Land Brandenburg (Birgit Nix, Gundula Meyer-Oehring Ministerium für Bildung, Jugend und Sport Brandenburg)
Wissenschaft: Polnisch-Strategie des Zentrum für interdisziplinäre Polen-Studien (Prof. Dagmara Jajeśniak-Quast, Europa-Universität Viadrina)
Beispiele guter Praxis: Friedemann Graf, Torsten Kleefeld, Schulleitung Karl-Liebknecht-Gymnasium in Frankfurt/Oder

17.45 – 18.15 Uhr Zusammenfassung des Tages (Leitung: Prof. Alexander Wöll)

18.15 Uhr Abendessen

Ab 19.30 Uhr Ausklang im Kaminzimmer

2. Konferenztag: Synopse aus bisherigen Empfehlungen, Strategien, Positionspapieren

9.30 – 12.30 Uhr
Zur wirtschaftlichen Relevanz von Mehrsprachigkeit für Unternehmen im Grenzraum (Lars Fiehler, IHK Dresden, angefragt)
Vorstellung der Synopse aus bisherigen Empfehlungen, Strategien, Positionspapieren (Gunnar Hille, Dr. Magdalena Telus)
Protokollierte Abschlussdiskussion (Prof. Alexander Wöll, Protokoll: N.N.)

12:30 – 13:00 Uhr Mittagessen und Abreise

Die Endfassung der Synopse wird durch den wissenschaftlichen Beirat des KoKoPol im Anschluss an die Konferenz vorgelegt.

Anmeldungen zur Fachtagung bis zum 08.06.2022 unter stupka@kokopol.eu

Programm als PDF

 

 

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