Die dreiteilige Fortbildung für Lehrkräfte bietet eine umfassende Einführung in den Unterricht von Polnisch als Herkunfts- bzw. Muttersprache im außerschulischen Bildungsbereich in Deutschland. Sie verbindet Kenntnisse aus Psycholinguistik, Sprachdidaktik und Entwicklungspsychologie mit praxisnahen methodischen Ansätzen, die Lehrkräfte in ihrer täglichen Arbeit unterstützen. Grundlage der Konzeption sind die „Leitlinien für die sprachlich-kulturelle Bildung der polnischen Diaspora“ des Instituts für die Entwicklung der polnischen Sprache (IRJP).

Die Teilnehmenden setzen sich mit den Besonderheiten der sprachlichen Entwicklung und des Lernens von Kindern und Jugendlichen auseinander, die in einem mehrsprachigen Umfeld aufwachsen. Sie lernen, Unterricht auf der Grundlage bestehender Lehrplanrahmen zu planen, Inhalte und Methoden an die unterschiedlichen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler anzupassen und deren Kompetenzen im Lesen, Schreiben und in der mündlichen Kommunikation auf Polnisch gezielt zu fördern.

Das Programm behandelt zudem Fragen der Motivationsförderung, der Stärkung sprachlicher und kultureller Identität, der Individualisierung des Unterrichts sowie der Aktivierung der Lernenden durch Projektarbeit, Kooperation, Theater und moderne Technologien. Besonderes Augenmerk liegt auf der Arbeit in Lerngruppen mit unterschiedlichen Sprachkompetenzen sowie auf dem Einsatz kultureller Texte im Unterricht.

Die Teilnahme an der Fortbildung ermöglicht den Erwerb praktischer Kompetenzen, die für die Durchführung attraktiver, wirksamer und qualitätsorientierter Unterrichtseinheiten im Bereich „Polnisch als Herkunfts- bzw. Muttersprache“ erforderlich sind. Die Teilnehmenden erhalten bewährte didaktische Hilfsmittel, Materialien, Unterrichtsszenarien und methodische Anregungen, die sie bei der Planung, Durchführung und Auswertung ihres Unterrichts unterstützen.

Bei der Ausarbeitung des Programms wurden die Ergebnisse der Studien „PolskiKompass“ und „FamPol“ sowie Befragungen von Lehrkräften berücksichtigt, die während des Fachforums zum außerschulischen Polnischunterricht Ende März 2026 im IBZ St. Marienthal durchgeführt wurden. „PolskiKompass“ bietet einen umfassenden quantitativen Überblick über die Situation der polnischen Sprache und ihres Unterrichts in Deutschland. „FamPol“ ergänzt diesen Blick durch qualitative Erkenntnisse zu Einstellungen, Erfahrungen und Bedürfnissen von Familien polnischer Herkunft. Die Zusammenführung beider Studien mit den Rückmeldungen der Lehrkräfte ermöglichte es, zentrale Themenfelder zu identifizieren, die als Grundlage für die einzelnen Fortbildungsmodule dienten.

Themen und Termine der einzelnen Modulen:

  1. „Psychosoziale Aspekte der Herkunftssprache Polnisch“, 25.09.–27.09.2026, Berlin [mehr]
  2. „Handlungsorientierte Methoden im herkunfssprachigen Unterricht“, 9.10.–11.10.2026, St. Marienthal, Ostritz, Sachsen [mehr]
  3. „Lehrplanrahmen und Binnendiffernzierung“, 20.11.–22.11.2026, Haus Concordia, Herdorf, Rheinland-Pfalz [mehr]

Kontakt für Projektanfragen: 

Dr. Ewa Wieszczeczyńska: wieszczeczynska@kokopol.eu

Dr. Magdalena Zapotoczna: zapotoczna@kokopol.eu